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Du sitzt also vor einem großen Berg Informationen, hast vor Augen wen du mit deinem Artikel ansprechen willst und weisst auch schon, welche Artikelform du verwenden wirst. Wir sagen dir nun, wie du dein Wissen professionell zum Artikel verarbeitest.
1. Regel: Du musst den Artikel strukturieren!
Jeder Artikel hat einen Anfang, einen Mittel- und Schlussteil und darüber steht eine Überschrift. Klar, das ist allen bekannt. Weißt du aber auch, wie du diese Teile des Artikels professionell bearbeitest? Du bist dir unsicher? Na dann frisch dein Wissen im folgenden Absatz neu auf: Der Anfang: Den ersten, kurzen Abschnitt nennen wir bei Econautix ?Teaser?. Der Teaser erscheint auf den Seiten des Portals gerahmt und mit Foto. Über den Teaser gelangen unsere User zum eigentlichen Artikel. Generell gilt für den Teaser: Die ersten drei Sätze sollen zum Weiterlesen zwingen. Dazu musst du vor allem erläutern, worum es im Artikel geht. Du wirst es vielleicht schon mitbekommen haben, der erste Satz ist häufig der schwerste. Bei der Nachricht ist er üblicherweise ein einfacher Hauptsatz (Subjekt, Prädikat, Objekt), der die wichtigsten Informationen enthält. Es sind aber auch andere Einstiege möglich:

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- der Frageanfang:
Beispiel: "Schädigen Handys die Gesundheit?" - oder Zitatanfang:
Beispiel: ?Handys können die Gesundheit schädigen.? Diese Meinung vertrat Hermann Mustermann gestern auf einer Diskussion des Vereins ?Handys sind doof e.V.? - oder erzählerische Anfang:
"Die Aula war schwach erleuchtet. Leises Germurmel erfüllte den Saal, als sich Hermann Mustermann vom Verein ?Handys sind doof e.V? langsam auf seinen Stuhl gleiten ließ. Er holte tief Luft, das Murmeln erstarb und er begann seinen Vortrag über die Gesundheitsgefahren von Handys" Die ersten Sätze sollten über die sieben W´s Auskunft geben: - Wer?
- Was?
- Wann?
- Wo?
- Wie?
- Warum?
- Welche Quelle?
Die ersten vier W´s musst du beantworten. Wie und Warum sollten beantwortet werden, aber nur wenn es möglich und sinnvoll ist. Bei einem Erdbeben macht es zum Beispiel wenig Sinn, das Warum zu beantworten. Die Quelle wiederum solltest du immer angeben, wenn du nicht über etwas berichtest, das du selber gesehen oder erfahren hast. Textaufbau generell: Beim Aufbau des Textes gilt das Prinzip des umgekehrten Dreiecks : Das Wichtigste kommt immer zuerst, denn ein journalistischer Text wird immer von hinten gekürzt. Um nach dem Prinzip des umgekehrten Dreiecks verfahren zu können, musst du dir zuerst eine Liste der Informationen anlegen, die in deinem Artikel vorkommen sollen. Diese Liste ordnest du dann nach der Wichtigkeit. Die Überschrift: Sie muss das Interesse des Lesers wecken und gleichzeitig darüber informieren, was Thema des Artikels ist. Überschriften müssen keine ganzen Sätze sein, häufig sind sie im Telegrammstil gehalten, z.B.: Stoiber: ?Schröder inkompetent?
2. Regel: Schreibe verständlich!
Als Journalist bist du Übersetzer: Erkläre alles so, wie du es auch einem Freund erklären würdest, der keine Ahnung von deinem Thema hat. Verzichte auf Fremdwörter, Fachausdrücke, englische Wörter . Wenn es nicht anders geht erkläre diese Begriffe. Verwendest du in einem Artikel eine Abkürzung das erste mal, dann musst du sie ausschreiben. Das Kürzel setzt du dann in Klammern dahinter, z.B. so: "Nach Ansicht der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend) ist Umweltschutz toll." Große Zahlen und wenig bekannte Maßeinheiten solltest du mit Vergleichen erklären, das macht sie verständlicher und viel spannender. Beispiele: "Das entspricht der Höhe von 3 Einfamilienhäusern. Das sind 7 Fußballfelder. Aneinandergereiht würden diese Dosen 10 mal um die Erde reichen, einen Güterzug von Köln nach Wladiwostok füllen, 3546 Badewannen füllen ...." Schreibe Vor- und Nachname immer aus. Zahlen bis zwölf auch.

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3. Regel: Verzichte auf unnötige Wörter!
Streiche alle Füllwörter! Sie sind im Gespräch normal, haben aber in einem geschriebenen Text nichts zu suchen. Beispiele: dann ? gar ? ja ? nun ? wohl ? somit ? eigentlich ? durchaus ? aber ? voll Verwende Adjektive sparsam! Adjektive sind oft überflüssig! Deshalb streiche überflüssige Adjektive und vermeide Sätze, die mehr als ein Adjektiv enthalten. Beispiel: ?schwere Verwüstung?: das ist sinnlos, denn ?Verwüstung? ist ohne Adjektiv ausreichend. Benutze Adjektive nur, wenn sie notwendig und sinnvoll sind ? zum Beispiel zur Unterscheidung z.B.: die lange Hose, nicht die kurze ... Streiche alle Wörter ohne Eigenschaften! z.B.: hinterfragt ? eklatant ? zukunftsweisend Vermeide Passiva und Allgemeinplätze (z.B.: ?man?), lieber aktive Verben verwenden, sage, wer etwas macht. Verwende kurze, knappe, anschauliche Wörter (z.B.: statt ?Aufgabenstellung? lieber ?Aufgabe?). Je kürzer ein Wort, desto besser! Formuliere so konkret wie möglich! Schreibe lieber ?Möhren, Erbsen und Bohnen? statt ?Gemüse?. Vermeide Substantive wie : Verbeamtung, Selbstständigkeit, Beseitigung ... Verwende stattdessen Verben (verbeamten, beseitigen) oder Adjektive (selbstständig).
4. Regel: Schreibe kurze Sätze!
Kurze Sätze sind fast immer verständlicher als lange. Das beste Deutsch lässt sich durch einen Wechsel von mäßig kurzen und mäßig langen Sätzen erzielen. Es gilt die Faustregel : Die optimale journalistische Satzlänge liegt zwischen 10 und 17 Wörtern.
5. Regel: Bevorzuge Hauptsätze / Vermeide Schachtelsätze
Schreibe schlichte Hauptsätze mit Subjekt, Prädikat und Objekt. Beachte, dass die ausschließliche Aneinanderreihung von Hauptsätzen ermüdend wirkt. Deshalb: - Verwende auch Nebensätze, aber kurze. Und füge sie nicht in den Hauptsatz ein, sondern hänge sie besser an. Beispiel: "Nicht: 200 Jugendliche kamen in Berlin, wo ein Treffen mit Jürgen Trittin stattfand, zusammen. Sondern: 200 Jugendliche kamen in Berlin zusammen, wo ein Treffen mit Jürgen Trittin stattfand."
- Verwende Punkt, Doppelpunkt, Gedankenstrich und Semikolon beim Aneinanderreihen von Hauptsätzen. Das schafft Abwechslung.
- Gliedere längere Sätze mit Gedankenstrichen und Kommas.
Vermeide Schachtelsätze! Jeder Schachtelsatz lässt sich in mehrere Sätze aufspalten. Reiße Satzbestandteile, nie zu weit auseinander, wenn sie zusammengehören. Das gilt für Subjekt und Prädikat, die Bestandteile des Verbs und Artikel und Substantiv. Dazwischen sollten nie mehr als 6 Wörter oder 12 Silben stehen.
6. Regel: Schreibe glaubwürdig!
Gib, wenn möglich, deine Quelle an. Auch Namen und Zitate erhöhen die Glaubwürdigkeit eines Artikels. Superlativ-Adjektive (sensationell, bahnbrechend, einmalig ...) solltest du im Interesse der Glaubwürdigkeit sparsam verwenden.
7. Regel: Respektiere Grammatik, Zeichensetzung und Rechtsschreibung.
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